Bienen im Januar

Liebe Bienenfreunde,

das eigentliche Bienenjahr beginnt mit der Salweidenblüte im März. Da für uns Menschen das Jahr aber am 01.01. beginnt, starten wir auch hier mit dem Januar.

Der Januar ist der ruhigste Monat im Jahreslauf der Imkerei. Die Bienenvölker sind gut eingewintert, haben ausreichend Futter und verlassen die Beute nur an milderen Tagen zur Darmentleerung.

Bienen im Januar brauchen vor allem Ruhe. Arbeiten direkt an den Völkern fallen jetzt nur wenige an. Stattdessen geht es vor allem um seltene Kontrollen von außen und die Vorbereitung auf das neue Bienenjahr.
  • Winterruhe im Bienenvolk verstehen
  • Vorräte im Blick behalten
  • Ruhe am Bienenstand

5 wichtige Einblicke in die Winterruhe

Bienen im Januar wirken von außen oft sehr ruhig. Trotzdem ist diese Phase wichtig für das Bienenvolk. Die folgenden Einblicke zeigen, was bei Bienen im Januar passiert und worauf es am Bienenstand ankommt.
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Die Bienenvölker befinden sich in der Winterruhe

Im Januar sitzen die Bienen eng in der Wintertraube zusammen und halten sich gegenseitig warm. Die Völker sind gut eingewintert, haben ausreichend Futter und verbrauchen ihre Vorräte möglichst sparsam.

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Die Bienen fliegen nur selten aus

Die Beute wird nur bei angenehmen Temperaturen kurz verlassen. Diese seltenen Ausflüge dienen vor allem der Darmentleerung. Danach kehren die Bienen wieder in die schützende Wintertraube zurück.

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Schädlinge sind im Januar meist kein großes Problem

Mäuse sind ausgesperrt und stellen in der Regel keine Gefahr dar. Viele andere Schädlinge sind entweder erfroren oder verbringen den Winter geschützt in Bäumen und im Erdreich. Ein möglicher Störenfried kann jedoch der Specht sein.

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Standkontrollen bleiben wichtig

Auch wenn die Völker im Januar nicht geöffnet werden, sind gelegentliche Kontrollen am Bienenstand sinnvoll. Dabei achten wir vor allem darauf, dass die Fluglöcher frei bleiben und der natürliche Totenfall ausgeräumt werden kann.

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Gefahren kommen eher von außen

Neben dem Specht können auch Wildschweine ein Risiko darstellen, wenn sie sich an Beuten schubbern und diese umwerfen. Auch Vandalismus oder Diebstahl wären möglich. Leider ist uns das bisher schon öfters passiert.

Standkontrolle im Januar

Bienen im Januar werden normalerweise nicht gestört und die Völker nicht geöffnet. Trotzdem schauen wir bei seltenen Standkontrollen von außen nach, ob alles in Ordnung ist und die Völker ungestört durch den Winter kommen.

Bei den wenigen Kontrollen im Januar achten wir vor allem darauf, dass die Beuten sicher stehen, keine Schäden entstanden sind und die Fluglöcher frei bleiben.

Der natürliche Totenfall muss von den Bienen ausgeräumt werden können. Nur bei starkem Schneefall müssen wir zusätzlich an die Beuten und die Fluglöcher freimachen, damit die Völker nicht ersticken.

Beuten prüfen Wir kontrollieren, ob die Beuten sicher stehen und keine äußeren Schäden sichtbar sind.
Fluglöcher freihalten Die Fluglöcher müssen frei bleiben, damit Totenfall ausgeräumt werden kann.
Schnee entfernen Bei starkem Schneefall werden die Fluglöcher freigemacht, damit die Luftzirkulation erhalten bleibt.

Arbeiten in der Imkerei im Januar

Während Bienen im Januar in der Winterruhe bleiben, ist in der Imkerei Zeit für Vorbereitung und Ordnung. Viele Arbeiten, die während der aktiven Saison liegen bleiben, können jetzt in Ruhe erledigt werden.

Jetzt ist Zeit, das Lager aufzuräumen, Material zu kontrollieren und alles für das neue Bienenjahr vorzubereiten. Die Honigräume, die im Frühjahr wieder aufgesetzt werden, können gereinigt, repariert und mit Rähmchen bestückt werden.

Inventur und Einkaufsliste Wir prüfen, was für das neue Bienenjahr vorhanden ist und was noch benötigt wird.
Honigräume vorbereiten Honigräume werden gereinigt, kontrolliert, repariert und mit passenden Rähmchen bestückt.
Materialien reinigen Futtertaschen, Gemüllwindeln und weiteres Zubehör können jetzt gründlich gesäubert werden.
Wachs schmelzen und klären Alte Waben werden eingeschmolzen. Der gewonnene Wachs wird geklärt und zu Blöcken gegossen.

So wird der Januar nicht nur zur ruhigen Zeit für die Bienen, sondern auch zur wichtigen Vorbereitungszeit in der Imkerei.

Geschmolzenes Wachs als Ergebnis der Waben bei der Arbeit an Bienen im Januar
Beim Einschmelzen alter Waben entstehen Wachs und Trester. Beides wird in der Imkerei weiterverarbeitet.

Was ist Trester?

Beim Einschmelzen alter Waben entsteht nicht nur Wachs, sondern auch Trester. Auf den ersten Blick wirkt dieses Material wie Abfall, tatsächlich kann es aber noch sinnvoll weitergegeben werden.
Bienen im Januar: Wachsverarbeitung in der Imkerei: Trester in der Schmelzkammer beim Einschmelzen alter Waben
Beim Einschmelzen alter Waben bleibt Trester zurück. Er sieht unscheinbar aus, kann aber noch sinnvoll weitergegeben werden.

Der beim Einschmelzen alter Waben anfallende Trester sieht auf den ersten Blick aus wie Abfall. Dieser Eindruck täuscht jedoch.

Trester enthält hochwertiges Eiweiß und ist deshalb bei Vogelaufzuchtstationen und Igelauffangstationen sehr begehrt. Wir geben dieses Material gerne ab und unterstützen damit entsprechende Einrichtungen.

Auch der gewonnene Wachs wird weiterverarbeitet. Er wird geklärt und zu Blöcken gegossen. Später kann er zum Beispiel für Kerzen oder neue Mittelwände verwendet werden.

Häufige Fragen zu Bienen im Januar

Im Januar ist wenig Bewegung am Flugloch ganz normal. Die Bienen sitzen in der Wintertraube und verlassen die Beute nur bei milderen Temperaturen, zum Beispiel für Reinigungsflüge.

Der Jahreszyklus hilft Imkern dabei, die Entwicklung des Bienenvolkes besser einzuschätzen. Im Frühjahr geht es vor allem um Wachstum, im Sommer um Tracht und Honig, im Spätsommer um Gesundheit und Futterversorgung und im Winter um Ruhe und Schutz.

Direkt an den Bienen fallen im Januar nur wenige Arbeiten an. Wichtig sind vor allem seltene Standkontrollen von außen, das Freihalten der Fluglöcher und das Prüfen auf sichtbare Schäden an den Beuten.

Trester entsteht beim Einschmelzen alter Waben. Er sieht auf den ersten Blick wie Abfall aus, enthält aber hochwertiges Eiweiß und kann zum Beispiel für Vogelaufzuchtstationen oder Igelauffangstationen interessant sein.

Bienen im Januar befinden sich überwiegend in der Winterruhe. Sie sitzen in der Wintertraube, verbrauchen ihre Futtervorräte sparsam und verlassen die Beute nur an milderen Tagen, zum Beispiel für Reinigungsflüge.

Viele Grundlagen rund um Honigbienen, Bienenvolk und Imkerei erklären wir bereits in unserem Bienenwissen. Weitere Informationen zu Honigbienen und Bienenhaltung findet ihr außerdem beim Deutschen Imkerbund e. V.

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