Bienen im Mai

Liebe Bienenfreunde,

der Mai steht im Bienenjahr ganz im Zeichen von Wachstum, Tracht und Schwarmzeit. Die Völker sind jetzt stark, es ist viel Brut vorhanden und in der Beute herrscht richtig Betrieb.

Bienen im Mai finden bei gutem Wetter viel Nektar und Pollen. Den Völkern geht es oft sehr gut. Genau deshalb müssen wir als Imker jetzt besonders aufmerksam sein.

Wenn es im Volk zu eng wird oder nicht mehr genug freie Zellen für die Eiablage vorhanden sind, kann schnell Schwarmstimmung entstehen. Deshalb gehören regelmäßige Kontrollen im Mai zu den wichtigsten Arbeiten am Bienenstand.
  • Schwärme richtig einordnen
  • Schwarmzeichen erkennen
  • Schwarmzeit verstehen

5 wichtige Einblicke zur Schwarmzeit

Bienen im Mai entwickeln sich sehr stark. Viele Arbeiterinnen, reichlich Brut und gute Tracht sorgen dafür, dass die Völker wachsen. Gleichzeitig steigt damit auch die Gefahr, dass ein Volk in Schwarmstimmung kommt.
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Die Völker sind jetzt besonders stark

Bienen im Mai befinden sich in einer sehr aktiven Phase. In starken Völkern können zehntausende Arbeiterinnen unterwegs sein, während im Brutraum viel neue Brut gepflegt wird.
Die Sammlerinnen finden jetzt oft Massentrachten mit Nektar und Pollen. Dadurch geht es den Völkern gut, sie wachsen schnell und brauchen ausreichend Platz.

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Zu wenig Platz kann Schwarmstimmung auslösen

Wenn ein Volk zu wenig Platz hat oder nicht genug freie Zellen für die Eiablage vorhanden sind, kann Schwarmstimmung entstehen.
Für uns als Imker ist das kritisch. Ein Schwarm schwächt das ursprüngliche Volk deutlich und kann die Honigernte stark verringern. Deshalb müssen Schwarmzeichen im Mai regelmäßig kontrolliert werden.

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Spielnäpfchen und Schwarmzellen sind wichtige Hinweise

Typische Anzeichen für Schwarmstimmung sind Spielnäpfchen am unteren Rand der Bruträhmchen. Werden diese bestiftet, ausgebaut und mit Gelee Royale versorgt, entstehen daraus Schwarmzellen.
Sobald eine Schwarmzelle verdeckelt ist, kann der Schwarm abgehen. Dann ist es für einfache Gegenmaßnahmen oft zu spät.

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Die Kontrolle erfolgt alle 7 Tage

Im Mai kontrollieren wir die Völker regelmäßig auf Schwarmzeichen. Häufig reicht zunächst eine Kippkontrolle, bei der der untere Rand der Brutwaben begutachtet wird.
Dort werden viele Schwarmzellen angelegt. Wenn wir eine Schwarmzelle finden, muss das gesamte Wabenwerk sorgfältig durchgesehen werden.

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Ein Schwarm kann auch ein neues Volk bedeuten

Ein Schwarm ist für das ursprüngliche Volk ein Verlust, kann aber auch eine natürliche Form der Vermehrung sein. Wenn ein herrenloser Schwarm gefunden und eingefangen wird, kann daraus ein neues Volk entstehen.
Das Einfangen braucht jedoch Zeit, Ruhe und Erfahrung. Deshalb ist es besser, eigene Schwärme möglichst zu verhindern und gemeldete Schwärme fachgerecht einzufangen.

Schwarmkontrollen im Mai

Im Mai gehören Schwarmkontrollen zu den wichtigsten Arbeiten am Bienenstand. Die Völker entwickeln sich schnell, deshalb muss regelmäßig geprüft werden, ob Schwarmstimmung entsteht.

Bei der Schwarmkontrolle schauen wir nach Spielnäpfchen, bestifteten Zellen und angepflegten Schwarmzellen. Besonders der untere Rand der Brutwaben ist wichtig, weil dort häufig Schwarmzellen angelegt werden.

Finden wir keine Auffälligkeiten, bleibt es bei der normalen Kontrolle. Entdecken wir jedoch Schwarmzellen, müssen die Waben genauer geprüft werden. Wird auch nur eine Schwarmzelle übersehen, kann der Schwarm trotzdem abgehen.

Kippkontrolle durchführen Der untere Rand der Brutwaben wird kontrolliert, weil dort viele Schwarmzellen entstehen.
Schwarmzellen erkennen Bestiftete und angepflegte Zellen zeigen, dass ein Volk in Schwarmstimmung kommen kann.
Regelmäßig prüfen Im Mai wird etwa alle 7 Tage kontrolliert, damit ein Schwarm nicht unbemerkt abgeht.

Arbeiten in der Imkerei im Mai

Im Mai ist am Bienenstand deutlich mehr zu tun. Die Völker wachsen stark, sammeln Tracht und müssen regelmäßig kontrolliert werden.

Die wichtigsten Arbeiten drehen sich jetzt um Schwarmvorbeugung, Platz im Volk und die Entwicklung der Völker. Starke Völker brauchen ausreichend Raum, damit sie Nektar eintragen und sich weiter entwickeln können.
Gleichzeitig müssen wir aufmerksam bleiben. Wenn die Völker zu eng sitzen oder Schwarmzeichen zeigen, muss rechtzeitig reagiert werden.

Schwarmzeichen prüfen Spielnäpfchen und Schwarmzellen werden regelmäßig kontrolliert.
Platz im Volk schaffen Starke Völker brauchen ausreichend Raum für Brut, Bienen und eingetragenen Nektar.
Honigräume kontrollieren Die Honigräume werden geprüft, damit genug Platz für die Tracht vorhanden ist.
Schwärme einfangen Gemeldete Schwärme können eingefangen und als neues Volk weitergeführt werden.

Im Mai entscheidet sich viel für die weitere Saison. Starke Völker, regelmäßige Kontrollen und rechtzeitige Schwarmvorbeugung sind jetzt besonders wichtig.

Bienen im April: Beute mit Bienen im Gras während der Vorbereitung auf die Obstblüte
Im April werden Beuten und Zargen vorbereitet, damit starke Völker zur Obstblüte rechtzeitig mehr Platz bekommen.

Was passiert, wenn ein Schwarm fällt?

Ein Schwarm ist ein beeindruckendes Naturereignis. Dabei verlässt die alte Königin mit einem Teil der Arbeiterinnen die Beute und sammelt sich meist in der Nähe.
Bienen im Mai: Imker beim Einfangen eines Bienenschwarms an einem Hausdach
Ein Bienenschwarm sammelt sich nicht immer an leicht erreichbaren Stellen. Manchmal braucht der Schwarmfang viel Geduld, Ruhe und Erfahrung.

Ein Schwarm fällt meist bei schönem Wetter, oft um die Mittagszeit. Er besteht aus der alten Königin und vielen Arbeiterinnen, die sich vorher mit Futter versorgt haben.

Nach dem Auszug sammelt sich der Schwarm häufig an einem Ast, manchmal aber auch an ungünstigen Stellen wie Dachrinnen, Fassaden oder höheren Bäumen. Dort wartet die Schwarmtraube, während Kundschafter nach einer neuen Unterkunft suchen.

Wenn der Schwarm erreichbar ist, kann er eingefangen werden. Dafür wird die Schwarmtraube vorsichtig mit Wasser benetzt, damit die Bienen ruhiger bleiben. Anschließend werden die Bienen in eine leere Beute eingeschlagen. Ist die Königin dabei, folgen ihr die übrigen Bienen meist von selbst.

Gut zu wissen: Ruhe bewahren. Schwarmbienen sind in der Regel friedlich, solange sie nicht bedroht werden. Wer einen Schwarm entdeckt, sollte Abstand halten und einen Imker informieren.

Häufige Fragen zu Bienen im Mai

Im Mai sind viele Völker besonders stark. Wenn es in der Beute eng wird oder freie Zellen für die Eiablage fehlen, kann das Volk neue Königinnenzellen anlegen und in Schwarmstimmung geraten.

Typische Hinweise sind Spielnäpfchen, bestiftete Zellen und angepflegte Schwarmzellen. Besonders am unteren Rand der Brutwaben wird im Mai regelmäßig kontrolliert.

Im Mai werden die Völker etwa alle 7 Tage kontrolliert. So kann rechtzeitig erkannt werden, ob ein Volk Schwarmzellen anlegt.

Bei einem Schwarm verlässt die alte Königin mit einem Teil der Arbeiterinnen die Beute. Der Schwarm sammelt sich meist in der Nähe und sucht anschließend eine neue Unterkunft.

Am besten Ruhe bewahren, Abstand halten und einen Imker informieren. Ein Schwarm sollte nicht selbst eingefangen werden, wenn keine Erfahrung im Umgang mit Bienen vorhanden ist.

Bienen im Mai sind sehr aktiv. Die Völker wachsen stark, pflegen viel Brut, sammeln Nektar und Pollen und können in Schwarmstimmung kommen.

Viele Grundlagen rund um Honigbienen, Bienenvolk und Imkerei erklären wir bereits in unserem Bienenwissen. Weitere Informationen zu Honigbienen und Bienenhaltung findet ihr außerdem beim Deutschen Imkerbund e. V.

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