Bienen im April

Liebe Bienenfreunde,

der April ist für uns als Imker ein unberechenbarer Monat. Sonnige, warme Tage wechseln sich mit Frost, Regen und kühlen Phasen ab. Für die Bienen im April bedeutet das: An guten Tagen finden sie Nektar und Pollen, bei schlechtem Wetter kann die Versorgung aber schnell wieder knapp werden.

Im Volk geht die Entwicklung jetzt deutlich voran. Die Durchlenzung, also das Ersetzen der Winterbienen durch Sommerbienen, kommt langsam zum Abschluss. Außerdem wird die erste Drohnenbrut angelegt.

Mit der Obstblüte beginnt eine besonders wichtige Phase. Wenn die Völker stark genug sind, bekommen sie ihren Honigraum. Gleichzeitig startet für uns die Zeit der regelmäßigen Durchsichten, weil die Schwarmstimmung im Blick behalten werden muss.
  • Schwarmstimmung im Blick behalten
  • Honigraum richtig einordnen
  • Obstblüte und Tracht erkennen

5 spannende Einblicke zur Obstblüte

Bienen im April erleben einen deutlichen Wechsel zwischen Winterende und Frühjahrsaufbau. Bei gutem Wetter wächst das Volk, sammelt Tracht und bereitet sich auf die Saison vor. Gleichzeitig bleiben Wetter, Futtervorrat und Schwarmtrieb wichtige Themen.
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Der April bleibt wetterabhängig

Bienen im April sind stark vom Wetter abhängig. An warmen, sonnigen Tagen fliegen sie aus und finden Tracht, also Nektar und Pollen. Damit können sie sich selbst und die Brut versorgen.
Bei schlechtem Wetter sieht es anders aus. Regen kann Nektar auswaschen und bei Kälte oder Nässe können die Bienen nicht fliegen. Dann kann es trotz Frühling passieren, dass ein Volk noch einmal knapp mit Futter wird.

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Die Durchlenzung kommt zum Abschluss

Im April wird das Volk zunehmend von Sommerbienen geprägt. Die Winterbienen werden nach und nach ersetzt, die Brutfläche wächst und das Volk wird aktiver.
Auch die erste Drohnenbrut wird angelegt. Drohnen sind die männlichen Bienen im Volk und gehören zur natürlichen Entwicklung im Frühjahr dazu.

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Mit der Obstblüte kommt der Honigraum

Wenn Mitte April die Obstblüte einsetzt und die Völker stark genug sind, bekommen sie ihren Honigraum. Damit geben wir den Bienen zusätzlichen Platz für den eingetragenen Nektar.
Zwischen Brutraum und Honigraum wird ein Absperrgitter gelegt. Arbeiterinnen können hindurch und Nektar nach oben tragen. Die Königin und die größeren Drohnen bleiben unten. So wird verhindert, dass im Honigraum Brut angelegt wird.

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Mittelwände und Naturwabenbau sind möglich

Der Honigraum besteht aus einer leeren Zarge, die mit Rähmchen bestückt wird. Für später geschleuderten Honig geben wir den Bienen Mittelwände. Diese werden ausgebaut, mit Nektar gefüllt und später verdeckelt.
Für Wabenhonig arbeiten die Bienen im Naturwabenbau. Das kostet sie mehr Arbeit, ergibt aber schöne Wabenstücke, die später geschnitten und in Schälchen abgefüllt werden können.

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Die Schwarmzeit kündigt sich an

Ab der Obstblüte stehen regelmäßige Durchsichten an. Etwa alle 7 Tage schauen wir nach, ob ein Volk in Schwarmstimmung gerät.
Schwärmen ist ein natürliches Verhalten des Bienenvolkes. Dabei werden aus jungen Larven neue Königinnen nachgezogen. Sobald solche Zellen verdeckelt sind, kann ein Schwarm abgehen. Für die Imkerei bedeutet das meist ein geschwächtes Volk und oft eine deutlich geringere Honigernte.

Durchsichten im April

Ab der Obstblüte werden die Kontrollen am Bienenstand regelmäßiger. Bienen im April entwickeln sich schnell, deshalb müssen Futtervorrat, Volksstärke, Honigraum und Schwarmstimmung gut beobachtet werden.

Bei schönem Wetter prüfen wir, wie stark sich das Volk entwickelt hat. Wichtig ist, ob ausreichend Bienenmasse vorhanden ist, ob Brut gepflegt wird und ob genug Futter vorhanden ist.

Gleichzeitig achten wir darauf, ob Schwarmstimmung entsteht. Ab der Obstblüte kann sich ein Volk schnell entwickeln. Deshalb sind regelmäßige Durchsichten im Abstand von etwa 7 Tagen besonders wichtig.

Futtervorrat prüfen Bei schlechtem Wetter können Vorräte trotz Frühjahr knapp werden.
Honigraum aufsetzen Starke Völker bekommen zur Obstblüte zusätzlichen Raum für Nektar.
Schwarmstimmung kontrollieren Ab der Obstblüte wird regelmäßig nach Schwarmanzeichen geschaut.

Arbeiten in der Imkerei im April

Im April beginnt die aktivere Zeit am Bienenstand. Jetzt geht es vor allem darum, die Völker regelmäßig zu kontrollieren, den Futtervorrat im Blick zu behalten und starke Völker auf die Obstblüte vorzubereiten.

Der April bleibt wetterbedingt unberechenbar. An warmen Tagen sammeln die Bienen Nektar und Pollen, an kalten oder nassen Tagen können sie aber kaum fliegen. Deshalb muss der Futtervorrat weiterhin kontrolliert werden.
Gleichzeitig werden Honigräume vorbereitet, Durchsichten geplant und erste Anzeichen von Schwarmstimmung beobachtet. Ab der Obstblüte wird die Arbeit am Bienenstand wieder deutlich regelmäßiger.

Futter im Blick behalten Bei Kälte und Regen kann Nahrung trotz beginnender Tracht knapp werden.
Honigräume vorbereiten Zur Obstblüte brauchen starke Völker zusätzlichen Platz für den eingetragenen Nektar.
Durchsichten planen Ab der Obstblüte wird regelmäßig kontrolliert, etwa alle 7 Tage.
Schwarmzeichen erkennen Weiselzellen und starke Volksentwicklung müssen im April beobachtet werden.

Der April ist eine wichtige Übergangszeit am Bienenstand. Die Völker entwickeln sich schnell, während Futtervorrat, Honigräume und Schwarmzeichen aufmerksam im Blick bleiben müssen.

Bienen im April: Schwarmzellen und Bienen auf einer Brutwabe
Im April achten wir bei den Durchsichten auf erste Schwarmzeichen. Schwarmzellen zeigen, dass ein Volk in Schwarmstimmung geraten kann.

Warum der Honigraum im April wichtig wird

Mit der Obstblüte beginnt für viele Völker die erste größere Trachtphase. Der Honigraum gibt den Bienen Platz, um Nektar einzutragen und die Entwicklung des Volkes zu entlasten.
Bienen im April: Absperrgitter zwischen Brutraum und Honigraum
Das Absperrgitter liegt zwischen Brutraum und Honigraum. Arbeiterinnen können hindurch, die Königin bleibt im Brutraum.

Wenn der Bien sich in den Bruträumen gut ausgebreitet hat, geben wir zusätzlichen Platz. Auf den oberen Brutraum kommt ein Absperrgitter, darüber wird der Honigraum aufgesetzt.

Das Absperrgitter sorgt dafür, dass Arbeiterinnen nach oben gelangen und Nektar eintragen können. Die Königin bleibt im Brutraum. So bleibt der Honigraum frei von Brut und der Honig stammt aus unbebrüteten Waben.

Gut zu wissen: Der Honigraum gibt Platz. Zur Obstblüte brauchen starke Völker zusätzlichen Raum für Nektar. So wird das Brutnest entlastet und der Honig kann getrennt von der Brut eingelagert werden.

Häufige Fragen zu Bienen im April

Im April wechseln warme Tage oft mit Frost, Regen und Kälte. Dadurch können Bienen an einem Tag Tracht sammeln und an anderen Tagen nicht fliegen. Deshalb muss der Futtervorrat weiter beobachtet werden.

Der Honigraum wird meist zur Obstblüte aufgesetzt, wenn das Volk stark genug ist und zusätzlichen Platz für eingetragenen Nektar braucht.

Das Absperrgitter lässt Arbeiterinnen in den Honigraum, hält aber die Königin im Brutraum. Dadurch wird verhindert, dass im Honigraum Brut angelegt wird.

Mit der starken Entwicklung im Frühjahr kann ein Volk in Schwarmstimmung geraten. Deshalb wird ab der Obstblüte regelmäßig geprüft, ob Weiselzellen oder andere Schwarmzeichen vorhanden sind.

Bienen im April werden deutlich aktiver. Sie sammeln bei gutem Wetter Nektar und Pollen, versorgen die Brut und bauen das Volk weiter auf.

Viele Grundlagen rund um Honigbienen, Bienenvolk und Imkerei erklären wir bereits in unserem Bienenwissen. Weitere Informationen zu Honigbienen und Bienenhaltung findet ihr außerdem beim Deutschen Imkerbund e. V.

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