Bienen im September

Liebe Bienenfreunde,

im September steht alles im Zeichen des bevorstehenden Winters. Die Tage werden kürzer, die Nächte können schon empfindlich kalt werden und die Bienen bereiten sich Schritt für Schritt auf die kalte Jahreszeit vor.

Bienen im September sammeln noch letzten Pollen und Nektar. Besonders Efeu wird jetzt intensiv angeflogen und ist für Honigbienen, Wildbienen und Hummeln eine wichtige späte Nahrungsquelle.

Für uns als Imker geht es jetzt vor allem darum, den Futtervorrat zu kontrollieren, die Volksstärke einzuschätzen und schwächere Völker rechtzeitig zu unterstützen.
  • Volksstärke einschätzen
  • Futtervorrat kontrollieren
  • Wintervorbereitung verstehen

5 wichtige Einblicke zur Wintervorbereitung

Bienen im September wechseln langsam in den Wintermodus. Die Tracht wird weniger, die Temperaturen sinken und die Völker ziehen sich bei kühlem Wetter stärker in die Beute zurück. Für Imker beginnt jetzt eine besonders wichtige Phase der Kontrolle und Einfütterung.
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Die Wintervorbereitung beginnt

Bienen im September merken deutlich, dass die Tage kürzer werden. Das Volk stellt sich langsam auf die kalte Jahreszeit ein und nutzt die letzten warmen Tage für Sammelflüge.
Je kühler es wird, desto weniger fliegen die Bienen aus. Bei niedrigen Temperaturen bleiben sie zunehmend in der Beute und bereiten sich auf die Wintertraube vor.

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Efeu ist jetzt eine wichtige späte Tracht

Im September sammeln die Bienen noch letzten Pollen und Nektar. Besonders Efeu wird jetzt intensiv angeflogen und ist eine wertvolle späte Nahrungsquelle.
Deshalb sollte Efeu möglichst erst nach der Blüte geschnitten werden. Damit hilft man nicht nur Honigbienen, sondern auch Wildbienen und Hummeln.

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Die Flugaktivität nimmt ab

Sobald die Temperaturen unter etwa 15 °C fallen, werden die Ausflüge weniger. Bei noch niedrigeren Temperaturen stellen die Bienen ihre Tätigkeiten außerhalb der Beute fast vollständig ein.
Dann ziehen sie sich stärker zusammen, wärmen die Königin und den kleinen Bestand an Brut und sparen Energie für die kommende Winterzeit.

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Der Futtervorrat wird kontrolliert

Ein starkes Volk sollte mit ausreichend Winterfutter in die kalte Jahreszeit gehen. Im September kontrollieren wir deshalb, ob genug Vorräte vorhanden sind.
Das kann durch Anheben und Wiegen der Beute erfolgen. Bei passendem Wetter kann auch genauer geschätzt werden, wie viel Futter auf den einzelnen Rähmchen vorhanden ist.

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Schwache Völker werden unterstützt

Neben dem Futtervorrat wird auch die Volksstärke eingeschätzt. Ein Volk sollte stark genug sein, um die Wintertraube zu bilden und die kalten Monate zu überstehen.
Sehr schwache Völker haben schlechtere Überlebenschancen. Deshalb können sie im September mit stärkeren Völkern vereinigt werden, damit möglichst kein Volk im Winter verloren geht.

Einfütterung im September

Im September ist die Einfütterung eine der wichtigsten Arbeiten am Bienenstand. Die Völker müssen genügend Vorräte bekommen, damit sie sicher durch den Winter kommen.

Wir kontrollieren den Futtervorrat und füttern bei Bedarf nach. Ein starkes Volk sollte mit etwa 25 kg Futter in den Winter gehen. Dafür wird die Beute angehoben, gewogen oder bei gutem Wetter genauer durchgesehen.

Zum Füttern können Futtertaschen eingehängt oder Futterzargen aufgesetzt werden. Wir nutzen eine Futterzarge mit Adamsfütterer. Dabei können die Bienen nach oben in die Futterwanne gelangen, ohne ins Futter zu fallen.

Futtervorrat prüfen Durch Anheben oder Wiegen wird eingeschätzt, ob genug Winterfutter vorhanden ist.
Futterzarge aufsetzen Über die Futterzarge kann das Volk sicher und kontrolliert gefüttert werden.
Temperaturen beachten Bei kühlem Wetter fliegen die Bienen weniger und bleiben stärker in der Beute.

Arbeiten in der Imkerei im September

Im September dreht sich vieles um die Vorbereitung auf den Winter. Neben der Arbeit am Bienenstand werden Futter, Material und die nächsten Kontrollen vorbereitet.

Jetzt wird geplant, welche Völker noch Futter benötigen und welche genauer beobachtet werden müssen. Die Futterzargen werden vorbereitet, Material wird kontrolliert und die Entwicklung der Völker wird dokumentiert.
Außerdem wird entschieden, ob schwache Völker noch eigenständig überwintern können oder besser mit stärkeren Völkern vereinigt werden sollten.

Futter vorbereiten Futter und Futterzargen werden für die Einfütterung bereitgestellt.
Völker dokumentieren Futtervorrat, Volksstärke und Besonderheiten werden festgehalten.
Schwächlinge prüfen Sehr schwache Völker werden besonders genau eingeschätzt.
Winter vorbereiten Material, Beuten und weitere Kontrollen werden auf die kalte Jahreszeit ausgerichtet.

Im September entscheidet sich viel für eine sichere Überwinterung. Futtervorrat, Volksstärke und rechtzeitige Unterstützung schwacher Völker stehen jetzt im Mittelpunkt.

Bienen im September: Dokumentation von Futtervorrat und Volksstärke in der Imkerei
Im September werden Futtervorrat, Volksstärke und besondere Beobachtungen dokumentiert, damit die Völker gut vorbereitet in den Winter gehen.

Wie Futtervorrat und Volksstärke geschätzt werden

Im September reicht ein kurzer Blick oft nicht aus. Damit die Völker gut durch den Winter kommen, müssen Futtervorrat und Volksstärke möglichst zuverlässig eingeschätzt werden.
Bienen im September: Bienenvolk auf Rähmchen zur Einschätzung der Volksstärke
Über die besetzten Wabengassen lässt sich im September einschätzen, ob ein Volk genügend Bienen für die Wintertraube hat.

Der Futtervorrat kann durch Anheben und Wiegen der Beute kontrolliert werden. Bei schönem Wetter ist auch eine genauere Einschätzung mit der Liebefelder Schätzmethode möglich.

Dabei wird jedes Rähmchen gedanklich in Achtel unterteilt. Jedes volle Achtel entspricht ungefähr 125 g Futter. Auch die Volksstärke lässt sich so einschätzen: Ein mit Bienen besetztes Achtel entspricht ungefähr 125 Bienen.

Optimalerweise gehen Völker mit etwa 7.500 bis 10.000 Bienen in den Winter. Unterhalb von etwa 5.000 Bienen sinkt die Überlebenschance deutlich.

Gut zu wissen: Stärke entscheidet im Winter. Ein Volk braucht nicht nur genug Futter, sondern auch genügend Bienen, um die Wintertraube zu bilden und die Königin warmzuhalten.

Häufige Fragen zu Bienen im September

Efeu ist eine wichtige späte Nahrungsquelle. Er liefert Pollen und Nektar, wenn viele andere Pflanzen bereits verblüht sind. Deshalb sollte Efeu möglichst erst nach der Blüte geschnitten werden.

Ein starkes Volk sollte mit etwa 25 kg Futter in den Winter gehen. Deshalb wird der Futtervorrat im September kontrolliert und bei Bedarf ergänzt.

Der Futtervorrat kann durch Anheben und Wiegen der Beute eingeschätzt werden. Bei gutem Wetter kann auch mit der Liebefelder Schätzmethode gearbeitet werden.

Sehr schwache Völker können mit stärkeren Völkern vereinigt werden. Dadurch steigen die Chancen, dass die Bienen gut durch den Winter kommen.

Bienen im September bereiten sich auf den Winter vor. Sie sammeln noch letzten Pollen und Nektar, fliegen bei kühlem Wetter weniger und ziehen sich langsam stärker in die Beute zurück.

Viele Grundlagen rund um Honigbienen, Bienenvolk und Imkerei erklären wir bereits in unserem Bienenwissen. Weitere Informationen zu Honigbienen und Bienenhaltung findet ihr außerdem beim Deutschen Imkerbund e. V.

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