Bienen im Oktober

Liebe Bienenfreunde,

im Oktober werden die Bienenvölker ein letztes Mal genau kontrolliert. Jetzt zeigt sich, ob die Völker stark genug sind, ob ausreichend Futter vorhanden ist und ob die Varroa-Last niedrig genug bleibt.

Bienen im Oktober bereiten sich weiter auf die Winterruhe vor. Wenn ein Volk mindestens stark genug ist, genügend Vorräte hat und die Königin gesund wirkt, kann es gut vorbereitet in die kalte Jahreszeit gehen.

Für uns Imker wird es trotzdem nicht ruhig. Mäusegitter werden vorbereitet, alte Waben eingeschmolzen und Produkte wie Kerzen, Pflegecremes, Met, Honig in Vodka und Honig in Rum für die kommenden Märkte fertig gemacht.
  • Wabenhygiene abschließen
  • Mäusegitter einsetzen
  • Letzte Kontrollen durchführen

5 wichtige Einblicke zur Winterruhe

Bienen im Oktober stehen kurz vor der Winterruhe. Am Bienenstand geht es jetzt vor allem um letzte Kontrollen, ausreichend Futter, gesunde Königinnen und den Schutz der Beuten. Gleichzeitig beginnt in der Imkerei die Zeit für Wabenhygiene und Produktvorbereitung.
01

Die letzte Kontrolle entscheidet

Bienen im Oktober werden ein letztes Mal genau kontrolliert. Dabei achten wir darauf, wie hoch die Varroa-Last ist, wie stark das Volk sitzt, ob die Königin gesund wirkt und ob genug Futter vorhanden ist.

Wenn alles passt, kaum Varroen im Volk sind, die Volksstärke ausreicht und genügend Vorräte vorhanden sind, sind die Völker winterfertig.

02

Die Völker müssen stark genug sein

Ein Volk braucht ausreichend viele Bienen, um die Wintertraube zu bilden und die Königin warmzuhalten. Sehr schwache Völker haben es in der kalten Jahreszeit deutlich schwerer.

Deshalb wird im Oktober noch einmal eingeschätzt, ob die Völker kräftig genug in den Winter gehen können.

03

Der Futtervorrat bleibt wichtig

Auch im Oktober wird geprüft, ob genug Futter im Stock ist. Die Bienen brauchen ihre Vorräte, um durch die kalten Monate zu kommen und die Wintertraube mit Energie zu versorgen.

Fehlt Futter, muss rechtzeitig reagiert werden. Zu spät im Jahr wird jede Korrektur schwieriger.

04

Mäusegitter schützen die Beuten

Beim ersten Frost werden Mäusegitter in die Fluglöcher eingebaut. So wird verhindert, dass Mäuse oder andere kleine Nager in die warme Beute eindringen.

Eine Maus kann im Stock Honig und Bienen fressen und durch ihre Bewegung die Wintertraube stören. Deshalb müssen die Fluglöcher rechtzeitig geschützt werden.

05

Die Imkerei bleibt aktiv

Auch wenn die Bienen langsam in Richtung Winterruhe gehen, beginnt für uns Imker eine andere arbeitsreiche Zeit. Martinsmärkte, Adventsmärkte und Weihnachtsmärkte stehen bevor.

Jetzt werden Kerzen, Pflegecremes, Pflegestifte, Met sowie Honig in Vodka und Honig in Rum vorbereitet und abgefüllt.

Letzte Kontrollen im Oktober

Im Oktober wird am Bienenstand nur noch das Nötigste geprüft. Ziel ist es, sicherzustellen, dass die Völker gesund, ausreichend stark und gut versorgt in den Winter gehen.

Bei der letzten Kontrolle im Oktober schauen wir auf die wichtigsten Punkte: Varroa-Last, Volksstärke, Königin und Futtervorrat. Wenn ein Volk gut sitzt und genug Vorräte hat, wird es möglichst nicht mehr gestört.

Sobald der erste Frost kommt, werden die Fluglöcher zusätzlich mit Mäusegittern geschützt. So bleibt die Beute für die Bienen zugänglich, aber Mäuse bleiben draußen.

Varroa-Last prüfen Die Belastung durch Varroa sollte möglichst niedrig sein, bevor die Winterruhe beginnt.
Futter kontrollieren Ausreichende Vorräte sind wichtig, damit das Volk durch den Winter kommt.
Mäusegitter einsetzen Beim ersten Frost werden die Fluglöcher gegen Mäuse und andere Nager geschützt.

Arbeiten in der Imkerei im Oktober

Während es an den Völkern ruhiger wird, geht die Arbeit in der Imkerei weiter. Der Oktober ist eine gute Zeit, um Produkte vorzubereiten und Material für das nächste Jahr aufzuarbeiten.

Jetzt werden Nebenprodukte wie Kerzen, Pflegecremes und Pflegestifte hergestellt. Auch Met, Honig in Vodka und Honig in Rum können fertig gemacht, gesiebt und abgefüllt werden.
Gleichzeitig beginnt die Aufarbeitung alter Rähmchen. Entnommene, mehrfach bebrütete Waben werden eingeschmolzen, die Rähmchen gereinigt und später wieder mit frischen Mittelwänden bestückt.

Kerzen herstellen Bienenwachs kann zu Kerzen oder Teelichtern weiterverarbeitet werden.
Pflegeprodukte vorbereiten Pflegecremes und Pflegestifte werden für die Marktzeit hergestellt.
Getränke abfüllen Met, Honig in Vodka und Honig in Rum werden fertig gemacht.
Rähmchen aufarbeiten Alte Waben werden eingeschmolzen und Rähmchen für das Frühjahr vorbereitet.

Im Oktober wechseln die Schwerpunkte: Die Völker werden winterfertig gemacht, während in der Imkerei Wachs, Rähmchen und Produkte für die Marktzeit vorbereitet werden.

Imkerei arbeiten bei Bienen im Oktober: Foto von leeren Dosen für Handcreme.
Im Oktober werden Honigprodukte, Kerzen und weitere Imkereiprodukte für Martins-, Advents- und Weihnachtsmärkte vorbereitet.

Warum alte Waben im Oktober eingeschmolzen werden

Im Oktober kann der letzte Schritt der Wabenhygiene erfolgen, ohne unnötig Räuberei auszulösen. Alte Brutwaben werden entnommen, eingeschmolzen und sinnvoll weiterverarbeitet.
Bienen im Oktober: Foto in den Eimer unter der Wachsschmelze mit flüssigem und bereits festem Wachs
Im Oktober werden alte, mehrfach bebrütete Waben eingeschmolzen. Der Wachs wird geklärt und kann später für Kerzen oder neue Mittelwände genutzt werden.

Die entnommenen Rähmchen sind oft mehrere Jahre alt und wurden mehrfach bebrütet. Deshalb werden die alten Waben eingeschmolzen. Die Rähmchen können anschließend gereinigt, aufgearbeitet und später wieder mit frischen Mittelwänden bestückt werden.

Der gewonnene Wachs wird geklärt und zu Blöcken gegossen. Daraus können später neue Mittelwände oder Kerzen entstehen.

So wird aus altem Wabenwerk wieder nutzbares Material für das kommende Bienenjahr.

Gut zu wissen: Wachs bleibt im Kreislauf. Alte Waben werden nicht einfach entsorgt. Der Wachs wird eingeschmolzen, geklärt und kann später für Kerzen oder neue Mittelwände verwendet werden.

Häufige Fragen zu Bienen im Oktober

Mäusegitter verhindern, dass Mäuse in die warme Beute eindringen. Eine Maus kann Honig und Bienen fressen und die Wintertraube stark stören.

Bienenvölker sind winterfertig, wenn sie gesund, ausreichend stark, gut mit Futter versorgt und möglichst gering mit Varroa belastet sind.

Im Oktober werden vor allem Varroa-Last, Volksstärke, Königin und Futtervorrat kontrolliert. Wenn alles passt, werden die Völker möglichst nicht mehr gestört.

Im Oktober kümmern sich Imker um letzte Kontrollen, Mäusegitter, Wabenhygiene und die Vorbereitung von Produkten wie Kerzen, Pflegeprodukten, Met oder Honig in Rum und Vodka.

Bienen im Oktober bereiten sich weiter auf die Winterruhe vor. Die Aktivität nimmt ab, die Völker werden ruhiger und der vorhandene Futtervorrat wird immer wichtiger.

Viele Grundlagen rund um Honigbienen, Bienenvolk und Imkerei erklären wir bereits in unserem Bienenwissen. Weitere Informationen zu Honigbienen und Bienenhaltung findet ihr außerdem beim Deutschen Imkerbund e. V.

Hier geht es zu unserem Newsletter
Subscription Form
Folge uns auf Social Media