Oktober

Die Bienen wurden ein letztes Mal kontrolliert: wie hoch ist die Varroa-Last, wie stark sind die Völker, sind die Königinnen gesund und in Eilage und wie viel Futter ist im Stock? Wenn alles passt, kaum Varroen in den Völkern sind, jedes Volk aus mindestens 5.000 Bienen besteht und über ausreichend Futter verfügt, sind die Völker winterfertig.

Beim ersten Frost werden noch Mäusegitter in die Fluglöcher eingebaut, damit kein Nager in die warme Beute eindringt, um dort zu überwintern. Grundsätzlich wäre dies kein Problem, die Beute ist groß genug. Aber die Maus frisst Honig, Bienen und stört durch Herumwuseln (Unruhe im Stock) die Wintertraube. Eine Maus kann den Tod für das Volk bedeuten. Deshalb müssen sie draußen bleiben.

Wir Imker gehen nicht in Winterruhe. Im Gegenteil: die Martins-, Advents- und Weihnachtsmärkte stehen vor der Türe. Es ist Zeit, Nebenprodukte wie Kerzen, Pflegecremes und Pflegestifte herzustellen, den Met abzufüllen und unseren Honig in Vodka und in Rum fertig zu machen.

Zudem kann jetzt der letzte Schritt der Wabenhygiene ohne Räuberei auszulösen erfolgen. Die entnommenen Rähmchen, drei Jahre alt und mehrfach bebrütet, werden eingeschmolzen. Die Rähmchen können wir säubern, aufarbeiten und wieder mit frischen Mittelwänden bestücken. So sind wir für das Frühjahr zur Erweiterung vorbereitet. Der Wachs wird geklärt und zu Blöcken gegossen. Aus diesen können wir entweder Kerzen oder neue Mittelwände herstellen.
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