September

Der September steht ganz im Zeichen des bevorstehenden Winters. Die Tage werden kürzer, die Nächte teilweise schon empfindlich kalt.

Das merken die Bienen und bereiten sich auf die kalte Jahreszeit vor: sie sammeln letzten Pollen und Nektar. Hier wird ganz intensiv Efeu angeflogen. Lasst den Efeu stehen bis nach der Blüte und schneidet erst dann. Ihr tut auch den Wildbienen und Hummeln einen großen Gefallen.

Sobald die Temperaturen unter 15 °C fallen, werden die Ausflüge weniger, bei unter 10 °C stellen die Bienen die Tätigkeiten außerhalb der Beute ganz ein. Sie ziehen sich in die Wintertraube zurück und wärmen den kleinen Bestand an Brut und die Königin.

Wir kontrollieren den Futtervorrat, ein starkes Volk sollte mit ca. 25 kg Futter in den Winter gehen. Dies geschieht durch anheben und wiegen. Alternativ können wir bei schönem Wetter auch mit der Liebefelder Schätzmethode arbeiten. Dazu wird jedes Rähmchen gezogen und gedanklich in 8tel unterteilt. Jedes volle 8tel sind 125 gr. Futter.

Unser Job: die Völker gut füttern, damit der Wintervorrat ausreicht. Dazu werden entweder Futtertaschen eingehängt oder, wie bei uns, eine Futterzarge aufgesetzt. Wir nutzen den Adamsfütterer, eine Zarge mit einem kleinen Dom. Hier können die Bienen nach oben in die Futterwanne ohne ins Futter zu fallen.

Eine weitere Aufgabe ist es, die Volksstärke einzuschätzen. Hier beinhaltet jedes 8tel, dass mit Bienen besetzt ist, 125 Bienen. Völker sollten optimalerweise mit 7.500 bis 10.000 Bienen in den Winter gehen. Die absolute Untergrenze liegt bei 5.000 Bienen, darunter fällt die Überlebenschance drastisch.

Wir möchten kein Volk im Winter verlieren, deshalb werden nun Schwächlinge mit stärkeren Völker vereinigt, damit alle über den Winter kommen.
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