Short Fact – Bienenstich

Über das Imkern mit friedfertigen Völkern und dem Risiko, trotzdem mal einen Stich zu kassieren, haben wir bereits geschrieben. Unsere Völker sind gutmütig, wabenstet und lassen sich gut führen.

Allerdings gibt es schonmal Faktoren, die wir nicht beeinflussen können. Bienenvölker werden unruhig und auch stichfreudiger, wenn sie

* weisellos sind, also keine Königin haben
* das Wetter umschlägt, vor allem bei Gewitterstimmung
* in Trachtlücken, wenn die Bienen Sorge haben, zu hungern

Und sowas hier kann auch einen negativen Einfluss haben:

 

Der Wirtschaftsweg zwischen der Straße und den Feldern unseres befreundeten Landwirts gehört dem Land NRW.

Straßen.NRW hat diesen Weg erneuert, ohne uns vorzuwarnen. Obwohl unsere Kontaktdaten außen an den Beuten gut sichtbar angebracht sind, war eine kurze Info wohl schon zu viel.

Auf den vorhandenen Weg wurde Split abgekippt, unsere Paletten wurden verrückt, die Schotterschicht wurde mit schwerem Gerät platt gewalzt und alles ist eingestaubt.

Mit Sorge haben wir heute eine Durchsicht bei den beiden dort aufgestellten Völkern gemacht.

Ergebnis: alles in Ordnung. Den Völkern geht es gut.

Da die Völker heute gut drauf waren, verzichteten wir auf den Schutz des Schleiers und der Handschuhe. Normalerweise haben wir ein gutes Gespür für unsere Mädels.
Aber irren ist bekanntlich menschlich:


Der natürliche Feind der Bienen, der Bär, ist nur an den Tatzen und im Gesicht an Lippen und Nase empfindlich. Deshalb stechen die Bienen dort besonders gerne.

Heute war die kosmetische Behandlung – Lippen aufspritzen – im Preis mit drin. 30 Sekunden Schmerz, 2 bis 3 Tage Schwellung und leicht heiss, dann ist alles wieder wie vorher.

Und: mit jedem Stich wird das Ganze weniger.

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